Homosexuelle Hauptfiguren in der SF

Science Fiction in Buchform
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Martin Kay

Promet

Ungelesener Beitrag von Martin Kay »

Hallo zusammen,

einen schwulen Protagonisten gibt es im SF-Bereich bereits
in der Serie »Raumschiff Promet« - neue Abenteuer. :smokin
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Diboo
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Promet = Titan

Ungelesener Beitrag von Diboo »

... und die heißt seit neuestem Raumschiff Titan, was DU doch wissen solltest, lieber Martin...
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Stefan Hoffmann
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Re: Hm.

Ungelesener Beitrag von Stefan Hoffmann »

Juergen Heinzerling hat geschrieben: Sorry, aber da frage ich mich echt, was du so liest, Marius :-? : Selbst in der modernen Space Opera gibt es dafür genug Beispiele, angefangen bei Perrin/Weiss bis hin zu Greg Bear, dessen Romane durchweg sehr glaubwürdige Charaktere enthalten, die oft genug Normalos mit allen Alltagsproblemen sind.
Öhm, Armageddon-Zyklus fällt mir da auch noch ein. Moderne Space-Opera, und "zwischengemenschelt" wird da auch, daß es nur so raucht. :oops:
Schien außerdem recht erfolgreich zu sein, dies Werk. Auch wenn es vermutlich NICHT jedem SF-Leser gelegen hat...


Stefan
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Gast

Marius Zmuda

Ungelesener Beitrag von Gast »

Stimmt! Gerade Armageddon ist wirklich ein Parade-Beispiel. Lese gerade die letzten Seiten von Bd. 4.
Ich habe mich sehr undeutlich ausgedrückt - eigentlich habe ich im speziellen an PR gedacht. Aber da es ja eine wöchentlich erscheinende Serie ist, sind die Autoren wahrscheinlich ganz anderen Regeln unterworfen.

Ciao Marius
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Christian Hermann
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Re: Promet

Ungelesener Beitrag von Christian Hermann »

Martin Kay hat geschrieben: einen schwulen Protagonisten gibt es im SF-Bereich bereits
in der Serie »Raumschiff Promet« - neue Abenteuer. :smokin
Hm, interessant - naja, alles kann man nicht lesen :lol:

Gruß

Christian
deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

Hallo Christian.

Ich als ganz normaler Hetero hätte schon meine Schwierigkeiten mich mit einer homosexuellen Hauptfigur zu identifizieren. Generell denke ich aber, das man Homosexuellen durchaus mehr Raum in der SF Literatur geben kann. Sie sind ein Bestandteil unserer Gesellschaft und ich bin davon überzeugt, das es sie auch in ferner Zukunft noch geben wird.

Wenn du versuchst das Alltagsleben und den Trott in eine Serie einzubauen, solltest du aufpassen, das deine Geschichte nicht zu einer "kosmischen Lindenstraße" verkommt. Mutter Beimer im All wäre wohl das letzte was man sich wünschen kann. Bei aller Suche nach Gefühlen und alltäglichem im All sollte man m.E. nicht vergessen, das es genug Leser gibt die nur deshalb SF lesen um gerade von dem loszukommen. Wenn ich meine Beine hochlege und mir einen SF nehme, dann will ich nicht von einem Helden lesen der sich mit den gleichen Sorgen und Nöten wie ich herumschlagen muß. Manchmal frage ich mich ob man in der Zukunft nicht nur Krankheiten besiegt, sondern auch das Problem der Darmentleerung gelöst hat. Ich habe noch nicht von einem Raumfahrer gelesen der zu spät zum Dienst kam, weil er die Scheißerei hatte. Und welcher Protagonist hat schon mal in der Kommandozentrale eines Sol-Kombinations-Trägerschlachtschiffes der Universumklasse einen fahren gelassen so das die automatische Notabschaltung angesprungen ist?

Ach ja, noch was. Wenn ich mir auf deiner Internetseite deine Inhaltsangabe zu deinen Romanen durchlese, werde ich zwangsläufig an die Peter Terrid Romane in der alten Terra Astra Reihe erinnert. Die Abenteuer der Zeitschwadron. Ist das gewollt oder Zufall?

Gruß

Vallenton
Juergen Heinzerling
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Eine Frage der Dosierung

Ungelesener Beitrag von Juergen Heinzerling »

Vallenton hat geschrieben: Ich als ganz normaler Hetero hätte schon meine Schwierigkeiten mich mit einer homosexuellen Hauptfigur zu identifizieren.
Das ist sicher auch eine Frage der Dosierung und Intention des Autors. Vor einiger Zeit habe ich einen Roman von Poppy Z. Brite an die Wand geklatscht, weil dort die Homosexualität der Protagonisten so sehr in den Vordergrund gespielt wurde, daß es mir echt auf die Zähne ging. Irgendwie hatte ich den Eindruck, daß die Autorin mir etwas auf's Auge drücken wollte, worauf ich keinen Bock habe. Andererseits halte ich es ebenfalls für fraglich, ob eine homosexuelle Figur Sinn macht, wenn sie lediglich eine Quotenfunktion einnimmt. Bei dem Roman von Brite (Titel veralzheimert) war es eine Mischung aus beidem - die Story hätte wesentlich besser funktioniert, wenn der Protagonist sich vom Bisexuellen zum Hetero gewandelt hätte, statt eben zum Homo. So wie Brite es angelegt hat, ändert sich durch die homosexuelle Beziehung eigentlich nichts an seinem Lebenswandel, bis auf die Tatsache, daß er nun monogam lebt statt promiskuitiv. Dat kannet echt nicht sein, sagte ich mir
:roll:

Wenn man es näher betrachtet, steht die Quotenfrage immer im Raum: Sagen wir einmal, daß 10% der Menschheit homosexuell sind. Also müßte ich bei zehn Protagonisten einen Homosewxuellen einführen. Okay, wiviel Prozent praktizieren gelegentlich soften SM? Nicht weniger, denke ich. Also brauchen wir auch so einen. Bei dicken Romanen mit entsprechend vielen Figuren muß also zwingend ein Pädophiler und vielleicht ein Liebhaber von Pferden rein ... Dat kannet auch nicht sein!

An gelungenen Beispielen für sexuelle "Kinks" in Phantastik-Romanen fällt mir eigentlich nur Michael Moorcocks Elric-Zyklus ein, in dem die Tragik des Helden durch den Inzest mit der Schwester entsteht (als Motiv orgendwo Poes "Der Niedergang des Hauses Usher" entnommen). Erstaunlich, daß Moorcock dieses Motiv wählt, da er bekanntlich schwul ist - aber in seinen Romanen tauchen m.W.n. eigentlich keine Schwulen auf (obwohl er gelegentlich mit männlicher Bisexualität kokketiert). Vielleicht ist es ein Zugeständnis an den Kommerz, da ein schwuler Schwertkämpfer bei den meist doch sehr konservativen Fantasy-Fans nicht gut landen würde
:wink:

Soweit nur ein paar Gedanken dazu, ohne daß ich letztlich eine direkt Konsequenz sehne würde.

Ciao
Juergen
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Christian Hermann
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Kosmische Lindenstrasse und Zeitschwadron

Ungelesener Beitrag von Christian Hermann »

Anonymous hat geschrieben: Wenn du versuchst das Alltagsleben und den Trott in eine Serie einzubauen, solltest du aufpassen, das deine Geschichte nicht zu einer "kosmischen Lindenstraße" verkommt. Mutter Beimer im All wäre wohl das letzte was man sich wünschen kann.
(...)
Ach ja, noch was. Wenn ich mir auf deiner Internetseite deine Inhaltsangabe zu deinen Romanen durchlese, werde ich zwangsläufig an die Peter Terrid Romane in der alten Terra Astra Reihe erinnert. Die Abenteuer der Zeitschwadron. Ist das gewollt oder Zufall?
DZG soll eine Zeitreise-SF-Serie werden - eine kosmische Lindenstrasse wäre mir ein Graus, das würde ICH auch nicht lesen wollen (und ich schreibe oft Dinge so, wie ich sie gerne lesen würde). Also: keine SF-Soap-Opera.

Peter Terrids Terra-Astra-Romane kenne ich leider gar nicht - interessant ist dieser Zufall schon ... muss mal sehen, ob ich mir die besorgen kann ... hast Du / hat jemand eine entsprechende Titelliste für mich ? *liebguck*

Bis ganz bald

Christian Hermann
deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

Hallo Christian,

wenn ich nicht umgezogen wäre und meine SF Literatur nicht in zig Kisten verpackt wäre, hätte ich dir gerne eine Liste mit den Nummern und den Titeln der Romane geschickt. So kann das noch eine ganze Weile dauern. Vielleicht schickt ja wirklich einer der anderen hier dir eine Liste zu. Ich denke nicht, das ich der einzige bin der die Serie kennt. Ist zwar schon `ne ganze Weile her das ich die Romane gelesen habe (leider habe ich sie auch nicht alle - die Romane versteht sich) und ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Ich meine nur, das Peter Terrid den Zyklus nicht zu Ende geschrieben hat und mal mit dem Gedanke geliebäugelt hat den fortzuführen.
Vielleich weiß ja auch unser lieber Florian Breitsameter genaueres. Terrid ist ja auch PR Autor gewesen.

Es ging in dem Zyklus aber um eine Gruppe von Leuten (Polizisten) die eine Apparatur entwickelt hatten um durch Zeitreise die Verbrechen bei ihrer Entstehung zu beobachten und so dem Täter auf die Spur zu kommen. Aber das war nicht genug, danach reiste man in der Zeit und nahm auch einige der dort lebenden Person mit in das Team auf. Die Krönung war dann (das habe ich aber nicht gelesen) die Invasion der Erde durch Außerirdische und die Flucht des Teams auf einen anderen Planeten. Wie das mit dem anderen Planeten ging kann ich aber nach der langen Zeit auch nicht mehr sagen. Es waren aber so 15 - 20 Romane und sehr interessant.

Bis dahin

Gruß

Vallenton
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Christian Hermann
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Peter Terrid / Zeitpolizisten ;-)

Ungelesener Beitrag von Christian Hermann »

Anonymous hat geschrieben: Es ging in dem Zyklus aber um eine Gruppe von Leuten (Polizisten) die eine Apparatur entwickelt hatten um durch Zeitreise die Verbrechen bei ihrer Entstehung zu beobachten und so dem Täter auf die Spur zu kommen. Aber das war nicht genug, danach reiste man in der Zeit und nahm auch einige der dort lebenden Person mit in das Team auf. Die Krönung war dann (das habe ich aber nicht gelesen) die Invasion der Erde durch Außerirdische und die Flucht des Teams auf einen anderen Planeten. Wie das mit dem anderen Planeten ging kann ich aber nach der langen Zeit auch nicht mehr sagen. Es waren aber so 15 - 20 Romane und sehr interessant.
Hört sich schon sehr interessant an. Also: wer weiß was? :roll:

Bis ganz bald

Christian Hermann
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Frank Böhmert

Querbeet in alle Richtungen

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Möönsch Christian,

warum sagsten hier nich mal, dass hinter Deinem Kleinverleger der Herr HARALD BUWERT steckt. Der war vor zwanzig, dreißig Jahren sehr aktiv inner Szene und sagt den älteren Herren hier sicher was ...

Und an den verehrten Kollegen Heinzerling nicht nur das Leserlob für seinen prächtig geruhsamen Elektro-Karl-May-Thriller (den ich Weihnachten auch noch meinem Vater geschenkt habe - natürlich ein alter Kalle-May-Fan), sondern auch noch die erstaunte Frage: Wie, Mike Moorcock ist schwul? Und auch noch bekanntermaßen? Hui, was ich so alles nicht mitkriege ... Son Tarnkappen-Kollege, ja? Weil er doch immer und überall seine Frau Gemahlin erwähnt ...

Herzlichen Gruß,
Frank
Juergen Heinzerling
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Moorcock und so

Ungelesener Beitrag von Juergen Heinzerling »

Hi Frank!

Moorcock ist wohl eher bisexuell, obwohl er in den 1980ern als Gallionsfigur der englischen Gay-Szene gehandelt wurde. Möglicherweise ist er auch ein "Wechsler", der einige Zeit nach dem Outing irgendwann wieder zur Heterosexualität zurückkehrt - ist ja nicht ganz so ungewöhnlich ... in Künstlerkreisen möglicherweise ein legitimer Weg, Promotion zu kriegen *fg*

BTW Danke für Leselob, aber was ist "prächtig geruhsam"???? *lach*
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Frank Böhmert

Fadenende

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Hi, Jürgen!

Na, "prächtig geruhsam" ist ganz sicher kein Euphemismus für "langweilig", wa? Eher das positive Gegenteil von "nervenzerfetzend". Aber ich denke mal, das hattest du längst geschnallt.

Ansonsten, dieser Hinweis auch für alle Mitleser, können wir diesen Thread hier zuende sein lassen, weil Christian ihn versehentlich unter "Harald Buwert/Michael Moorcock" neu angefangen hat, he he.

F.
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gungott
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Ungelesener Beitrag von gungott »

Gibt es doch schon siehe Patrik Stewart TNG ...
"Das beste im Leben ist Umsonst"

A.Einstein
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Christian Hermann
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ZEITGÄNGER-FORUM

Ungelesener Beitrag von Christian Hermann »

Hallo !

Unter http://www.forumromanum.de/member/forum ... ser_238704 habe ich heute das Forum zur Zeitreise-SF-Serie DIE ZEITGÄNGER, die ab Mai im ZeitSpur-Verlag erscheinen wird, angelegt. Ab sofort kann man dort aktuelle Neuigkeiten zur Serie finden und könnt rund ums Thema Zeitreise diskutieren. Selbstverständlich stehe ich Euch dort auch jederzeit gern zur Verfügung, wenn es um Fragen zu den ZEITGÄNGERN geht.

Würde mich freuen, wenn Ihr mal vorbeiguckt !

Bis ganz bald

Christian Hermann
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