Guter Ansatz. Ich mache mir dann und wann Gedanken über die Preisunterschiede, die sich einfach dadurch ergeben, dass ich bei Smashwords einen Dollarpreis und bei Amazon einen festen Euro-Preis angebe und der Euro-Dollar-Kurs gelegentlich schwankt - und dass iTunes sich überhaupt nicht um die Vorgaben schert. Ich finde es zwar fair dem Leser gegenüber, die Preise möglichst überall gleich zu halten, aber deine Argumente lassen mich etwas ruhiger schlafen.My. hat geschrieben:Ich müsste eine Quelle suchen (heute nicht mehr, weil zu faul). Aber eBooks gelten nicht als Bücher, sondern (bestenfalls) als Software, und für die gibt es keine Preisbindung.
Dass eBooks i.d.R. überall gleiche Preise haben, liegt i.d.R. an den Providern, über die man die eBooks im Markt verteilt. Würde man die eBooks auf X Plattformen mit X Preisen selber einstellen, hätte man X Preise.
Von einem "angeblichen" Mitbewerber, der mich wegen unterschiedlicher Preise bei eBooks verklagt, würde ich mich mit guten Aussichten auf Erfolg vor Gericht verklagen lassen. So lange eBooks nirgendwo - nicht nur steuerlich - nicht wie Bücher behandelt werden, weigere ich mich zumindest, die Bedingungen für Bücher gelten zu lassen.
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Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Es ist ja auch noch zu berücksichtigen, Val, dass es außerhalb Deutschlands bzw. jedenfalls außerhalb der EU gar keine Preisbindung gibt. In der Schweiz schon ist das Ding ein Fremdwort. Und in den USA ganz sicher auch. (Innerhalb der EU bin ich nicht sicher, aber ich erinnere mich, dass die Briten, glaube ich, auch keine Preisbindung bei Büchern kennen; was mich nicht wundern würde, die machen ja ständig ihr eigenes Süppchen <g>.)
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Dänemark, Norwegen und Ungarn kennen eine Form der Buchpreisbindung.
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
In diversen Schreibergruppen geht das Thema immer mal wieder 'rum. "Achtet darauf, dass der Preis überall gleich ist, und rechnet die 3% Luxemburger Steuer korrekt mit ein, und entweder schaltet ihr iTunes als Vertriebskanal aus oder setzt den Preis bei allen anderen Anbietern so, dass er zu den wenigen Preisstufen passt..." usw. usw.My. hat geschrieben:Es ist ja auch noch zu berücksichtigen, Val, dass es außerhalb Deutschlands bzw. jedenfalls außerhalb der EU gar keine Preisbindung gibt. In der Schweiz schon ist das Ding ein Fremdwort. Und in den USA ganz sicher auch. (Innerhalb der EU bin ich nicht sicher, aber ich erinnere mich, dass die Briten, glaube ich, auch keine Preisbindung bei Büchern kennen; was mich nicht wundern würde, die machen ja ständig ihr eigenes Süppchen <g>.)
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Ja, wenn es eine Preisbindung gibt, dann gilt sie auch dann für in Deutschland ansässige Autoren und Verlage, die einen amerikanischen Druckdienstleister verwenden. Wenn ein ausländischer Anbieter aber mein Buch für 39,90 € "gebraucht" statt für 21,90 € anbietet, erklärt sich der Börsenverein für nichtzuständig. Nur krass für diese Wucheranbieter, wenn die Kindle-Edition dann nur 2,37 € kostet...
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Nochmal: Das Problem ist, daß man nicht ein Buch einfach so durch ein anderes ersetzen kann. Man sagt nicht, „der neue Eschbach ist mir zu teuer, da lese ich lieber Konsalik“. Wettbewerb findet aber nur dann statt, wenn ich eine gewisse Anzahl mehr oder weniger gleichwertiger Angebote zur Auswahl habe. Für ein ganz bestimmtes Buch ist aber der jeweilige Verlag Monopolist und dank der Buchpreisbindung findet nicht mal zwischen den Händlern ein echter Wettbewerb statt.Andreas Eschbach hat geschrieben: Na, aber hallo. Es erscheinen jährlich 100.000+ neue Bücher allein in deutscher Sprache, und Du musst Dich schon sehr ins Zeug legen, um in Deinem ganzen Leben mehr als 2.000 (in Worten: zweitausend) Bücher gelesen zu kriegen: Wenn das kein Wettbewerb ist, dann weiß ich nicht, was sonst.
Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Jawohl, so liefe der perfekte Wettbewerb in der Marktwirtschaft. a. Wenn ein Verlag ein Buch eines Autors herausbringt, werden alle anderen Verlage gesetzlich gezwungen, es ebenfalls zu veröffentlichen. Oder noch besser: b. Sobald ein Buch ein Bestseller wird, darf jeder Verlag es ebenfalls auf den Markt bringen. Eine geniale Idee. Komisch, dass da noch niemand vorher drauf gekommen ist. Ich würde sofort einen Verlag gründen und Harry Potter und Perry Rhodan herausgeben. Muss es ja nur drucken lassen, die Vorarbeit ist schon gemacht. Oder einscannen und als E-Book vermarkten ...Stormking hat geschrieben:Für ein ganz bestimmtes Buch ist aber der jeweilige Verlag Monopolist und dank der Buchpreisbindung findet nicht mal zwischen den Händlern ein echter Wettbewerb statt.
Und Deine Idee wäre übertragbar auf andere Branchen. Ist doch echt blöd, dass Mercedes nur von Mercedes-Benz geliefert werden dürfen ...
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
In anderen Branchen eher selten: dass man das Gewünschte mit ein wenig Mühe auch kostenlos kriegt. Die Stadtbücherei freut sich über jeden, der kommt. 
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Nicht so schnippisch, wenn ich bitten darf. Ich habe nichtmal im Ansatz gefordert, was Du mir hier als "meine Idee" unterschieben willst. Sondern lediglich darauf hingewiesen, daß Bücher (und Filme, Musikstücke und sonstige Kulturgüter) eben kein Produkt wie jedes andere sind und deshalb simplifizierende Modelle zur Preisbildung, wie sie Andreas Eschbach hier geäußert hat ("Angebot und Nachfrage"), nicht unbedingt weiterhelfen. BWL mag an den Unis als Schmalspur-Studienfach gelten, ganz so einfach ist sie dann aber doch nicht.Stadler hat geschrieben:Eine geniale Idee. Komisch, dass da noch niemand vorher drauf gekommen ist.
Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Nicht mal im Ansatz? Dann habe ich Deine Postings offensichtlich völlig falsch interpretiert. In diesem Fall bedaure ich meine unangebrachte "Schnippischkeit".Stormking hat geschrieben: Nicht so schnippisch, wenn ich bitten darf. Ich habe nichtmal im Ansatz gefordert, was Du mir hier als "meine Idee" unterschieben willst.
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
100.00 Bücher erscheinen jedes Jahr aber nichts gescheides zu lesen.
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Du Armer. Ich denke, das geschriebene Wort ist eher nichts für Dich. Wie wär's mit einer alternativen Freizeitbeschäftigung? Sport, Kino, Fernsehen oder mal ein Computerspiel?Knochenmann hat geschrieben:100.00 Bücher erscheinen jedes Jahr aber nichts gescheides zu lesen.
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Zurück zu den Klassikern. Shakespeare, Goethe, Plato - für lau bei Gutenberg.org, und danach sprechen wir uns wieder. 
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Als Autor spürt man sehr deutlich, dass man sich in einr Wettbewerbssituation befindet, egal, was betriebswirtschaftliche Theorien sagen. Ein Roman ist zwar nicht austauschbar - aber auch nicht unverzichtbar!
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Wie wäre es mit dem Telefonbuch? Gibt es übrigens auch als ebook . . .Knochenmann hat geschrieben:100.00 Bücher erscheinen jedes Jahr aber nichts gescheides zu lesen.
Ein Leben ohne Tabasco ist möglich, aber geschmacklos.
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!
Siehst Du diesen Wettbewerb rein auf existentieller Ebene oder dachtest Du auch an kreativer Konkurrenz mit anderen Autorinnen/Autoren?Andreas Eschbach hat geschrieben:Als Autor spürt man sehr deutlich, dass man sich in einr Wettbewerbssituation befindet, egal, was betriebswirtschaftliche Theorien sagen. Ein Roman ist zwar nicht austauschbar - aber auch nicht unverzichtbar!
