Isaac Asimov: Das Ende der Dinosaurier
Eine Sammlung von 10 Kurzgeschichten. Das Buch stammt aus dem Jahr 1977, die Geschichten aus den1950er Jahren, also aus der Epoche der Weiterentwicklung von Kernwaffen durch die Supermächte.
Asimov ist mein Lieblingsschriftsteller, aber diese Sammlung kannte ich noch nicht. Ich war beim Lesen etwas enttäuscht, die Geschichten sind teils sehr sperrig und unverständlich geschrieben, ich hätte manche mindestens zweimal lesen müssen, um sie richtig zu verstehen, dazu hatte ich aber keine Lust. Vielleicht liegt es auch nicht am Autor, sondern an der Übersetzung, ich weiß es nicht.
Asimov hat die einzelnen Geschichten mit ausführlichen, teils autobiographischen Kommentaren versehen, die meist unterhaltsamer sind als die Geschichten (womit er in seinem Vorwort selbst kokettiert … Leser würden ihn immer wieder darauf hinweisen …).
Hier sind die 10 Geschichten.
Der Darwinsche Billardsaal
Eine Unterhaltung von Wissenschaftlern in einem Labor. Sie diskutieren über Evolutionstheorie versus biblische Schöpfungsgeschichte.
Das Ende der Dinosaurier
In einer Kneipe erzählt ein Betrunkener, dass er mit einer Zeitmaschine in die Zeit der Dinosaurier zurückgereist sei und dort festgestellt hätte, dass eine Saurierart sich sehr weit entwickelt hätte und klüger als die anderen wurde. Diese Saurierart hätte auch Waffen („Energieprojektoren“) besessen und damit sich selbst und die anderen Saurierarten gejagt und ausgelöscht. Auf kritische Nachfragen hin verwies er auf die augenblickliche weltweite Situation, in der auch die klügsten Geschöpfe (Menschen) Waffen (Kernwaffen) entwickelt hätten, mit denen sie sich bald selbst auslöschen würden.
Die Geschichte würde perfekt in Spider Robinsons Buch „Die Zeitreisenden in Callahans Saloon“ passen.
Schah Guido G.
Die Vereinten Nationen haben es geschafft, eine Weltregierung zu bilden, deren Hauptstadt beweglich ist und 20 km über der Erdoberfläche schwebt. Mehr Demokratie und weniger Unterdrückung konnte auf der Welt dadurch aber nicht erzeugt werden, die Menschen sind in zwei Klassen eingeteilt. Deshalb lässt der Protagonist die Hauptstadt auf die Erde stürzen.
Aus Alt mach neu
Jemand erfindet eine Maschine, die alte Gegenstände replizieren kann. Damit will er einen Teil der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung replizieren und diesen dann teuer verkaufen. Der Plan scheitert, weil das replizierte Stück so ist, wie das Original 1776 war. Das Pergament ist also neu und nicht uralt, und deshalb halten Experte das replizierte Stück für eine Fälschung.
Der Affe und die Schreibmaschine
Ein Schriftsteller streitet sich mit seinem Verleger über die Qualität seiner eingereichten Entwürfe. Schiedsrichter soll ein Experiment sein, bei dem ein Affe an einer Schreibmaschine Texte fortschreibt, wenn man ihm den Anfang vorlegt. Der Affe soll in Tests sogar Stücke von Shakespeare verbessert haben. Wie der Affe zu seinen Fähigkeiten kommt: Er ist mittels Elektroden an einen Computer angeschlossen. Der Computer ist so programmiert, dass er vereinfacht ausgedrückt, so etwas macht wie ChatGPT heute, aber das schafft der Computer nicht allein, er muss dazu mit einem kreativen Gehirn verbunden sein. Das beste wäre natürlich die Nutzung eines menschlichen Gehirns, da diese aber verboten ist, begnügte der Erfinder des Verfahrens sich mit einem Affen-Gehirn.
Mount Everest
Der erste Mensch, der den Gipfel des Mount Everest erreicht, schafft das von der Luft aus, er wird von einem Hubschrauber abgelassen. Er trifft dort auf Außerirdische.
Die Pause
Ein Physiker bemerkt in seinem kernphysikalischen Labor, das plötzlich kein Geiger-Zähler mehr ausschlägt. Als er seine Kollegen informieren will, stellt er fest, dass diese gar nichts mehr über Kernphysik wissen, dass alle Kernphysik-Kapitel in Büchern verschwunden sind und es auf der Erde kein Uran und andere radioaktiven Elemente/Isotope mehr gibt.
Außerirdische haben ihre Hände im Spiel, die die Menschheit vor ihrer eigenen Auslöschung mittels Kernwaffen schützen wollen.
Verzweiflung
Eine sehr kurze Geschichte, die mich aber total gepackt hat. Die Menschheit hat sich durch einen Atomkrieg nahezu ausgelöscht, nur etwa 100 Menschen überleben in einer Marskolonie, 800 m unter der Marsoberfläche. Dort müssen Sie nun einige tausend Jahre verbringen, bis die Erde wieder bewohnbar ist.
Zwei Wissenschaftler unterhalten sich über die Frage, wie man nun Schule, Bildung, Wissensweitergabe organisiert, damit die Menschen in einigen 1000 Jahren fähig sind, zur Erde zurückzukehren und dort neu anzufangen.
Entdecker
Auf einem fernen erdähnlichen Planten wächst eine intelligente Pflanzenart. Die Pflanzen beherrschen die Telepathie und können sich damit andere (tierische, menschliche) Lebewesen gefügig machen. Sie schaffen es, sich in das gesamte Universum zu verbreiten. Der Trick: Ihre Sporen, die durch den Wind in der Luft wirbeln, setzen sich in der Kleidung von Besuchern (Astronauten) fest und gelangen somit auf andere erdähnliche Planeten.
Nichts!
Ein Mann hat eine Zeitmaschine gebaut und möchte einen Kollegen überreden, mit ihm auf Zeitreise zu gehen. Da dieser aber erst einmal zögert, bringt er als Argument, dass Zeitreisen doch völlig harmlos seien. Das wäre wie Aufzug fahren. So wie dieser nach oben und unten fährt, bewegt man sich mit der Zeitmaschine vorwärts und rückwärts in der Zeit. Und das wäre sogar noch sicherer als der Aufzug, weil dieser, wenn das Seil reißt, wegen der Schwerkraft nach unten abstürzen kann, was bei der Zeitmaschine nicht möglich wäre.
Was bei der Analogie aber nicht beachtet wurde, ist, dass ein Aufzug zwischen zwei Stockwerken stecken bleiben kann. Und genau das passiert dann bei ihrer Reise, sie bleiben zwischen Start- und Ziel-Zeitpunkt stecken.
[] Comic, mindestens 40 Seiten dick.
[] Roman eines Autors mit Geburtsjahr 1986 oder später.
[] Nominierung Kurd-Laßwitz-Preis 2026.
[] Roman von Dirk van den Boom.
[x] Roman, in dem eine intelligente außerirdische (nichtmenschliche) Lebensform vorkommt. Pierre Boulle: Planet der Affen
[x] ein Buch, dessen Titel mit „Das“ beginnt. Isaac Asimov: Das Ende der Dinosaurier
[] Buch aus dem Carcosa-Verlag