SeaQuest DSV

Montag
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SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Montag »

Ich hatte schon immer sehr nostalgische Erinnerungen an die Serie. Das sieht man auch hier im Forum. Wenn man die Suche eingibt, finde ich sehr viele Posts dazu von mir. Irgendwann habe ich mir dann mal ne Mütze mit dem Embleme gekauft. was wiederum meine Freundin veranlasst hat, mir die gesamte Serie auf DVD zu Weihnachten zu schenken (der Trend geht zurück zu physical media). Die ganze Serie ist natürlich hochtrabend. Es sind im Prinzip 2,5 Staffeln. Und da sind wir gerade beim Rewatch.

Staffel 1
Die hatte ich aus Kindheitstagen sehr gut in Erinnerung. Da kommt dann auch meine Nostalgie her. Für mich war SeaQuest immer eine dieser Serien, die am Anfang noch tiefgründig und zum Nachdenken war. Und dann kamen die Studiobosse und haben ein Actionspektakel draus gemacht.
Aber so ganz stimmt das nicht. Beim Rewatch hat sich gezeigt, dass die Serie unglaublich teuer gewesen sein muss. Der Haupt-Cast ist extrem groß, obwohl nicht immer alle in den Folgen was zu tun haben. Ted Raimi (O'Neill) und Marco Sanchez (Ortiz) kommen über die Präsenz von Lt. Uhuru in TOS eigentlich nicht hinaus. Und dennoch gibt es viele Nebendarsteller. So gibt es einen Doktor, der in echt vielen Folgen vorkommt, obwohl Dr. Westphalen als Ärztin im Haupt-Cast ist. Dann braucht es unzählige Statisten um die Sets zu bevölkern und wahrscheinlich teure Gäste wie Topol oder Charleton Heston. Die computer-generierten Effekte sehen heutzutage schrecklich aus, waren damals aber sicher super teuer.
Und so super tiefgründig sind die Folgen dann doch nicht. Sie sind halt okay. Oft sind sie zu langsam erzählt. Und es fehlen im Prinzip komplett die Interaktionen der Crew. Die Serie konzentriert sich auf das Trio Roy Scheider, Stephanie Beachum und Jonathan Brandis. Alle anderen bleiben farblos. Von daher kann man die erste Staffel ganz gut gucken, aber ich habe da schon deutlichen Verbesserungsbedarf gesehen.

Staffel 2
Hier kommen die Producer ins Spiel. Tatsächlich fokussiert sich die Serie in Staffel 2 deutlich mehr auf die Figuren. Das ist gut. Allerdings wurde der halbe Cast gefeuert. Und die neuen Leute müssen alle irgendwelchen Superkräfte haben. Die neue Ärztin kann Gedanken lesen und erinnert super doll an Counselor Troi. Piccolo hat Kiemen und kann daher unter Wasser tauchen und mit Dagwood kommt eine Art SF-Archetyp an Bord: der stille, stoische Krieger.
Und während Staffel 1 ein bisschen schneller hätte erzählt werden können, ist Staffel 2 tatsächlich krass dümmer. Es gibt Zeitreisen und Monster of the Week -Episoden. Monster of the Week bei SeaQuest! In Staffel 1 hätten sie jede neuentdeckte Kreatur abgefeiert und wissenschaftlich untersucht. Nun muss dem Monster am Ende der Folge der Garaus gemacht werden. Roy Scheider hat ca. 80 % weniger Bildschirmzeit und wenn er da ist versprüht er nicht mehr das alte Charisma. Ich kann es nicht genug betonen, Staffel 2 ist dumm wie Brot. Ich war selber überrascht, wie sehr mich das geärgert hat.

Mit Staffel 3 (13 Folgen) haben wir erst angefangen. Mal sehen, ob der Trend weitergeht. Ich werde berichten.
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Naut
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Naut »

War Staffel 2 die mit dem Riesenkrokodil? Da bin ich damals ungefähr ausgestiegen.
Montag
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Montag »

Korrekt. Das war Staffel 2. Und genau das meine ich. Da wird das alte SF trope, dass ein eingefrorenes Wesen wieder aufgetaut werden kann, wörtlich genommen. Und die Lösung ist dann einfach wieder einfrieren. Ich mein, wenn man sowas bei Buck Rogers gemacht - geschenkt. Aber bei einer Serie, die in der nahen Zukunft in den Erdozeanen spielt, hätte ich mir dann doch einen wissenschaftlichen Berater gewünscht.
Aber immerhin war das eine Commander Ford-Folge. Im Gegensatz zu Staffel 1 erfahren wir mehr über ihn.
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lapismont
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Mich hatte die Serie damals nicht erreicht, mehr als eine Folge hab ich nie gesehen.
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Naut
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Naut »

Och, ich fand es damals okay. Musste ja nehmen, was gesendet wurde, und da gab es deutlich schlechtere Serien. Aber, wie gesagt, irgendwann in Staffel 2 war es für mich auch erledigt.
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Darmok
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Darmok »

Ich erinnere mich nur noch an die erste Staffel. Die zweite habe ich erfolgreich verdrängt. Dass es sogar eine 3. Staffel gab, hatte ich schon gar nicht mehr in Erinnerung.

Staffel 1 war ganz passabel, aber eben auch ziemlich lahm inszeniert, so dass zumindest bei mir nicht wirklich Spannung aufkam.
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Wir haben die erste Staffel gesehen, den Anfang der 2, dann wurde es uns zu doof.
Ein Highlight war natürlich, als William Shatner einen Gastauftritt hatte. Die haben wir im Original gesehen, ich nehme an, in GB. Keine Ahnung, welche Staffel das war.
:bier:
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Quantenmechaniker »

Nur Staffel 1 ist richtiges SeaQuest DSV.
Staffel 2 hatte zu viele Inhalte (Zeitreisen, "Warp"-Antrieb, wieder mal Aliens), die zu Tiefsee-Thematik nicht passten.
In Staffel 3 vermisste ich Roy Scheider.

Staffel 2 hätte wie Staffel 1 sein sollen mit geringfügigen "Verbesserungen". Hätte das auch nix gebracht, dann sofort eingestellt. :smokin
Ich besitze noch das U-Boot als Modellbausatz. Ich liebe es, so wie Staffel 1. :smokin :naughty:
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Darmok
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Darmok »

Quantenmechaniker hat geschrieben: 2. März 2026 16:57 Ich besitze noch das U-Boot als Modellbausatz. Ich liebe es, so wie Staffel 1. :smokin :naughty:
Habe aus Neugier gerade mal gegoogelt - das Teil wird momentan für 299€ angeboten. Wow. :o
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Nina
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Nina »

Ich fand die Serie als Jugendliche klasse! Und Lukas war auch eher wer, für den man schwärmen konnte als für Wesley von TNG. Die Charaktere hatten ja Parallen, beides so altklug-wissenschaftlich versierte Teenager, die schon voll eingebunden in eine Schiffsposition waren. - Mir blutet übrigens das Herz, dass der Schauspieler so jung gestorben ist!

Es gab natürlich viele Schwachstellen in der Serie und und ob es unbedingt den vermenschlichten Delfin brauchte - zumal aus heutiger Sicht aus Tierschutzgründen so was auch nicht mehr so beliebt ist, da die artgerechte Haltung von Delfinen sehr schwierig bis praktisch unmöglich ist.

Aber sonst waren die Abenteuer immer zumindest halbwegs spannend, manchmal sogar sehr.
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lapismont
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Darmok hat geschrieben: 2. März 2026 22:13
Quantenmechaniker hat geschrieben: 2. März 2026 16:57 Ich besitze noch das U-Boot als Modellbausatz. Ich liebe es, so wie Staffel 1. :smokin :naughty:
Habe aus Neugier gerade mal gegoogelt - das Teil wird momentan für 299€ angeboten. Wow. :o
Das gibts doch bestimmt auch schon als Druckerfiles.
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Montag »

Nina hat geschrieben: 2. März 2026 23:01 zumal aus heutiger Sicht aus Tierschutzgründen so was auch nicht mehr so beliebt ist, da die artgerechte Haltung von Delfinen sehr schwierig bis praktisch unmöglich ist.
Ich habe das mal gegoogelt: Das war nach Quellen, die ich so auftun konnte, tatsächlich kein echter Delfin. Da war ich auch total baff. Auch bei meinem Rewatch hätte ich das echt nicht geglaubt. Aber das war wohl wirklich eine Puppe - animatronics.
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Re: SeaQuest DSV

Ungelesener Beitrag von Montag »

Staffel 3

Staffel 3 ist solide Military Action. Jede Folge gibt es ein Gefecht oder eine Geiselbefreiung. Das kann irgendwann langweilig werden, aber es ist immer noch besser als der Quark aus Staffel 2. Ein-Mann-U-Boote, die sich wie Kampfflugzeuge verhalten und dass die Seaquest ganz viel auf Sicht fährt, finde ich natürlich albern. Das ist dann nicht wirklich ein U-Boot, sondern die Enterprise unter Wasser. Aber okay.

Ansonsten ist die Prämisse von Staffel 3 ganz interessant. Die Seaquest kehrt auf die Erde zurück, aber dort sind 10 Jahre vergangen. Die UEO hat abgewirtschaftet und wird von einem Diktator (Michael York) bedroht. Außerdem versucht immer wieder der Tech-Bro Deon die Erde auszubeuten. Ich weiß, das schreiben wir hier im Forum über jede zweite Serie: Aber die Parallelen zu heute sind schon frappierend.
Michael Ironside als neuer Kapitän der Seaquest vom Typ harter Hund macht seine Sache gut. Ansonsten ist die Serie nicht besonders militärisch akkurat. In einer Folge ist Ironside nicht auf dem Schiff und der Erste Offizier hat ne Gehirnerschütterung. Und dann will der nächst Ranghöchste Befehl e geben und wir nicht ernst genommen. Es gibt dann auch leider keine Zivilisten oder Wissenschaftler mehr auf der Seaquest. Lucas muss tatsächlich jede wissenschaftliche Frage aus dem Stand beantworten. Das ist schade. Highlights sind die Gastauftritte von Roy Scheider, die den Konflikt zwischen Militär und Zivilisten auch thematisieren.
Tja und nach dreizehn Folgen ist die Serie einfach sang- und klanglos vorbei.

Fazit:
Ich seh das wie Quantenmechaniker: Man hätte beim Kurs von Staffel 1 bleiben sollen und das einfach Staffel für Staffel verbessern sollen. So gibt einen Reboot nach dem anderen. Das sind eigentlich drei verschiedene Serien.
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